Gehen wir die Anlageklassen kurz durch: Deutscher Aktienmarkt (hier DAX) ca. + 15%, amerikanischer Aktienmarkt (hier S&P 500) ca. + 15%. Anleihen: leichte Schwankungen +/- null, Rohstoffe: gemischtes Bild, Tendenz leicht im Plus. Edelmetalle (hier Gold) + 10%. Wichtig zu erwähnen ist, dass Anlagen in Fremdwährung wie z. B. amerikanische Aktien oder Gold dem deutschen/europäischen Anleger unterm Strich keine bis eine leicht negative Rendite erbracht haben, denn der Euro hat sich insbesondere im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Doller deutlich verteuert. Damit sind prozentuale Gewinne im USD-Anlageraum durch die Dollarschwäche wieder zunichtegemacht worden. Das ist auch bei unserem 'Lieblingsinvestmentfonds', dem Flossbach von Storch Multiple Opp., gut zu erkennen. Dieser hat währungsbedingt in 2017 'nur' 6,5% Rendite erwirtschaftet. Nun noch zum liebsten Investment der meisten Deutschen (und auch uns), den Immobilien. In den klassischen Metropolen sind die Preise weiter gestiegen, ca. + 5% im Durchschnitt. 

Insgesamt ist also von einem sehr ruhigen Jahr an den ‚Kapitalmärkten‘ zu sprechen. Und genau das ist es, was mich besonders irritiert. Der Anlagedruck durch die dauerhafte Nullzinspolitik scheint inzwischen so groß zu sein, dass die Investoren sämtliche Risiken komplett ausblenden. Egal ob die Zinsen, z. B. in den USA, sukzessive angehoben werden, sich Donald Trump mit Kim Jong-Un (Nordkorea) über Twitter vs. Langstreckenrakete 'duelliert' oder es im Nahen Osten mal wieder brodelt - alles egal. Die Anleihen- und Aktienmärkte scheinen vollkommen immun gegen schlechte Nachrichten und Krisenherde zu sein. So ist dann auch der VIX (Index der Volatilität = Schwankungsintensität) dauerhaft auf einem historisch niedrigen Niveau. 

Was ist das denn nun, die Ruhe vor dem Sturm? Und wenn ja, wie lange bleibt es so ruhig?

Der einzige 'Markt', an dem es so gar keine Ruhe gibt, ist der der neuen Krypto-'Währungen‘, bspw. des Bitcoins. So kostete ein Bitcoin vor einigen Jahren noch 0,08 Cent. Anfang des Jahres kostete ein solcher Bitcoin schon unfassbare 1.000 Dollar, heutzutage muss der geneigte Investor 15.000 Dollar für einen Bitcoin bezahlen. Mich wundert diese Entwicklung auf der einen Seite, auf der anderen Seite auch wieder nicht.

Beginnen wir mit dem nicht Wundern: unser Finanzsystem ist mehr als marode! Warum sonst sollten die Notenbanken dieser Welt auch dieses Jahr wieder Billionen von neuen Euros, Pfund, Franken und Yen in das System pumpen? Geld, das keinen realen Gegenwert hat, und im System 'umherschwappt' - und damit für weitere steigende Vermögenspreise sorgt. Das alles passiert bei einer weltrekordhohen weltweiten Verschuldung und gleichzeitig den niedrigsten Zinsen seit Menschengedenken. Liebe Leserinnen und Leser, da passt etwas nicht zusammen. Und insofern wundert es mich nicht, dass manch ein Anleger und Investor nach Alternativen Ausschau hält. Alternativen zu einem weltweit ungedeckten Geldsystem, welches nur auf Vertrauen beruht. Und eben dieses Vertrauen setzen die Notenbanken zunehmend auf‘s Spiel. 

Und warum es mich wundert: hinter dem Bitcoin steht - in meinen Augen - ebenso wenig - außer dem Versprechen, dass er eben nicht beliebig vermehrt werden kann. Angeblich soll bei 21 Millionen Bitcoin 'Schluss sein‘. Naja, wer kontrolliert denn das? Mich erinnert das Ganze doch eher an ein klassisches Schneeballsystem, in dem die Letzten die Hunde beißen. Für mich persönlich und unsere Anleger ist eine Krypto-'Währung‘ zumindest bis auf Weiteres keine Empfehlung. 

Da bleiben wir doch viel lieber bei unseren konservativen Anlageempfehlungen, die - wie im Vorwort dargestellt - in den vergangenen Jahren ebenso attraktive wie zuverlässige Renditen gebracht haben - und das ohne schlaflose Nächte. 

In diesem Sinne wünsche ich unseren Kundinnen, Kunden und Freunden und auch uns selbst für 2018 erneut ein so gutes Händchen bei der Anlageauswahl.

Ihr

Matthias Jacob

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